
Normalerweise liebt Valentino Rossi den Sachsenring, doch im heutigen Qualifying meinte es die kurvenreiche Rennstrecke nicht allzu gut mit ihm: Der Fiat-Yamaha-Star belegte mit einer Dreiviertelsekunde Rückstand den siebenten Platz und musste sich damit im teaminternen Duell gegen Jorge Lorenzo (5.) um fünf Hundertstelsekunden geschlagen geben.
"Es lief mit den Qualifyern nicht wie geplant", seufzte der "Dottore". "Wir hatten vier Satz, aber auf meiner besten Runde wurde ich von Jorge in der letzten Kurve aufgehalten. Er machte langsam, um an die Box zu fahren, und sah mich dabei nicht. Das war einfach Pech. Schade, denn ich glaube, sonst hätte ich in die zweite Reihe fahren können. Mit dem letzten Reifensatz hätte es sogar für die erste Reihe reichen können, aber die Reifen bauten ab und ich verlor eine halbe Sekunde."
Rossi glaubt noch an das Podium
"Ich weiß, dass ich hier schon viele Fahrer überholt habe, aber es liegen alle so eng beisammen, dass es sehr schwierig wird. Ich brauche einen guten Start. Nach den Problemen von gestern und heute Morgen hatten wir ein gutes Setup und gute Reifen, auch am Nachmittag war ich so schnell wie Pedrosa. Wenn ich also in den ersten Runden nicht zu weit nach hinten falle, ist ein Podium drin. Das ist mein Ziel für morgen", so Rossi.
Lorenzo nahm die Schuld für den Blockadezwischenfall übrigens auf seine Kappe und entschuldigte sich beim Teamkollegen: "Es tut mir leid, dass Valentino auf einer seiner schnellen Runden hinter mir war. Ich machte langsamer, um an die Box zu fahren, aber mir war nicht bewusst, dass ich ihn hinter mir hatte. Man hat es mir erst nach der Session gesagt. Noch einmal: Es tut mir leid, dass das passiert ist, vor allem weil er auf einer schnellen Runde war", so der Spanier.
Lorenzo beginnt sich selbst zu hinterfragen
"Wir haben hart gearbeitet und ich bin glücklich, in der zweiten Reihe zu stehen", nahm Lorenzo zu seinem Qualifying Stellung. "Das ist mal ein Schritt nach vorne und ich konnte mit den Michelin-Reifen schnell fahren. Wir haben aber leider mit unseren Rennreifen noch Probleme, die ich als sehr frustrierend empfinde. Wir haben hinten einfach nicht genug Grip und das bedeutet, dass ich nicht genug Vertrauen ins Motorrad aufbauen kann."
So schön langsam scheint der MotoGP-Rookie auch darüber nachzudenken anzufangen, was warum schief läuft: "Mehr denn je finde ich es heute schwer zu verstehen, warum ich am Saisonbeginn so verdammt schnell war und jetzt so langsam bin. Wir können nur arbeiten und dürfen nicht aufgeben, um das Vertrauen wiederzuerlangen, das uns derzeit fehlt", gab Lorenzo abschließend mit einem Achselzucken zu Protokoll.
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