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Kallio-Sturz überschattet Testfahrten in Brünn

Kallio-Sturz überschattet Testfahrten in Brünn

05 Juli 2008

Im tschechischen Brünn bereiteten sich diese Woche einige 250er- und 125er-Piloten auf den Grand Prix von Deutschland vor. Mit von der Partie waren unter anderem KTM, Marco Simoncelli und die beiden Hausherren Lukas Pesek und Karel Abraham. Überschattet wurden die zwei Tage von einem schweren Sturz von Mika Kallio.

Der 250er-WM-Leader spürte bei etwa 250 km/h keine Bremswirkung mehr und krachte mit hoher Geschwindigkeit in die Leitplanken. Nach dem Einschlag konnte er seine Beine nicht mehr bewegen, sodass er nach der Erstversorgung im Streckenhospital mit einem Hubschrauber nach Bologna geflogen wurde. Dort nahm ihn WM-Arzt Claudio Costa genau unter die Lupe. Abgesehen von einigen Prellungen und Abschürfungen scheint er aber glimpflich davongekommen zu sein.

"Das war mit Sicherheit der schlimmste Unfall meiner ganzen Karriere", atmete der KTM-Pilot nach überstandener Schrecksekunde auf. Der Einschlag war so heftig, dass das Motorrad des Finnen komplett zerstört und das Vorderrad über den Begrenzungszaun geschleudert wurde. Für den Sachsenring hat er noch kein grünes Licht erhalten, weil er seine Füße nicht richtig bewegen kann, aber Kallio geht davon aus, dass er rechtzeitig fit wird.

Sein WM-Rivale Marco Simoncelli, der in der Gesamtwertung nur einen Punkt Rückstand hat, probierte indes erstmals das neue RSA-Modell von Gilera aus. Der Italiener legte an den beiden Tagen insgesamt um die 300 Kilometer zurück und sammelte Eindrücke, auf Basis derer er sich nun entscheiden wird, ob die RSA auch zu Renneinsätzen kommen soll. Im Moment vertraut er ja auf ein Motorrad des Typs LE.

"Die LE und die RSA unterscheiden sich in Bezug auf Motor und Struktur", erklärte Simoncelli. "Ich war sehr neugierig, inwieweit sich die beiden Maschinen tatsächlich unterscheiden, und davon habe ich mir ein Bild machen können. Die Arbeit, die wir mit der LE gemacht haben, gibt uns Vertrauen auf jeder Strecke - und diese Vertrautheit gibt uns viel Sicherheit. Wir werden in den nächsten Tagen die Situation abwägen und entscheiden, ob wir die RSA noch in dieser Saison einsetzen werden."


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