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Stoner dominiert am Donnerstag in Assen

Stoner dominiert am Donnerstag in Assen

26 Juni 2008

Rechtzeitig zum Ende der ersten Saisonhälfte scheint Casey Stoner seine Vorjahresform wieder gefunden zu haben: Der Ducati-Werksfahrer fuhr heute - nur vier Tage nach seinem Sieg in Donington - im niederländischen Assen Bestzeit im zweiten Freien MotoGP-Training und hängte seine nächsten Verfolger recht deutlich ab.

Von Anfang an lag Stoner, der seine Bestzeit von 1:36.087 Minuten in der zehnten seiner 26 Runden erzielt hatte, in Führung und drückte der Session seinen Stempel auf. Phasenweise betrug sein Vorsprung mehr als eine Sekunde, aber am Ende kam WM-Leader Valentino Rossi (Fiat-Yamaha/29 Runden) bis auf 0,732 Sekunden an ihn heran. Dritter wurde Tech-3-Yamaha-Pilot Colin Edwards (+ 0,844/24 Runden).

Vier Honda-Fahrer in den Top 7

Hinter den Top 3 folgte dann ein Honda-Quartett mit Nicky Hayden (Repsol/+ 0,925/28 Runden), Alex de Angelis (+ 1,039/29), Shinya Nakano (beide Gresini/+ 1,050/28 Runden) und Randy de Puniet (LCR/+ 1,100/25 Runden). Für das Gresini-Team war dies ein sehr viel versprechender Auftakt. John Hopkins (Kawasaki/+ 1,164/26 Runden) wurde Achter, Dani Pedrosa (Repsol-Honda/+ 1,193/26 Runden) Neunter.

Im Mittelfeld gab es keine nennenswerten Überraschungen: Chris Vermeulen (Rizla-Suzuki/+ 1,195/29 Runden) schaffte gerade noch den Sprung in die Top 10, während Sylvain Guintoli (+ 1,270/25 Runden) auf seinem Alice-Bike als Zwölfter diesmal bester Nicht-Stoner-Ducati-Pilot war. Werksfahrer Marco Melandri (21 Runden) hingegen hinkte dem Feld wieder hoffnungslos hinterher und wurde mit 3,127 Sekunden Rückstand Letzter.

Schrecksekunde für Capirossi

Für eine Schrecksekunde sorgte am ersten Wettkampftag nach seiner Verletzungspause Loris Capirossi: Dem Italiener rutschte in einer schnellen Linkskurve unerwartet das Heck weg und er geriet in einen spektakulären Highsider, bei dem das Motorrad über ihn hinwegrutschte. Das Team vermutet einen nicht ausreichend warmen Reifen als Ursache. Als er anschließend von selbst aufstehen konnte, war die Erleichterung zunächst einmal groß.

Allerdings griff sich Capirossi auch sofort an seinen verletzten rechten Arm, was kein gutes Zeichen ist. Sicherheitshalber legte er sich daher in die Clinica Mobile, um sich von Dr. Claudio Costa untersuchen zu lassen. Was dabei herausgekommen ist, entzieht sich momentan noch unserer Kenntnis. Bei Suzuki geht man aber davon aus, dass man nicht kurzfristig Ersatzmann Ben Spies aktivieren muss.


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