
Schon seit Jahren beschweren sich viele MotoGP-Fahrer - allen voran Valentino Rossi - über die elektronischen Fahrhilfen, die ihrer Meinung nach den Grand-Prix-Sport kaputt machen, weil die Bedeutung des Piloten immer weiter in den Hintergrund rückt. Nun äußerte sich auch Ex-Weltmeister John Surtees in diese Richtung.
Gegenüber 'Motor Cycle News' erklärte der Brite, der aktuelle Technologiegrad sei "gefährlich". Zwar kann er nachvollziehen, dass die Hersteller den Rennsport quasi als Testgelände für die Serie nutzen wollen, "aber andererseits ist der Sport auch Entertainment. Insofern ist es notwendig, dass die wunderbare Beziehung zwischen Fahrer und Motorrad nicht untergeht. Es hat etwas Magisches, wenn ein Motorrad am Limit und manchmal darüber hinaus bewegt wird."
Die Kritik an der aktuellen MotoGP-Formel existiert vor allem seit 2002, als die alten 500er-Zweitakter in der Königsklasse durch 990er-Maschinen ersetzt wurden. Momentan fahren die MotoGP-Stars mit 800 ccm Hubraum. Surtees: "Es muss einen Kompromiss geben, denn es kann nicht sein, dass man nur noch das Gas aufdreht und die Elektronik den Rest macht, wie ich es von einem Fahrer gehört habe. Das ist ein bisschen besorgniserregend."
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