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Shanghai: 250er-Doppelsieg für KTM

Shanghai: 250er-Doppelsieg für KTM

04 Mai 2008

Alvaro Bautista (Aprilia) war wie so oft in letzter Zeit auch im heutigen 250er-Rennen in Shanghai der schnellste Mann im Feld, aber der Sieg ging dem Spanier wie schon bei seinem Heimspiel in Jerez durch die Lappen. Stattdessen machte Mika Kallio wieder einmal alles richtig - und bescherte KTM vor Hiroshi Aoyama einen Doppelsieg!

Die Entscheidung zugunsten der Red-Bull-Werksmannschaft aus Mattighofen fiel zu Beginn der neunten Runde, als der zu jenem Zeitpunkt schon um ein paar Längen in Führung liegende Bautista in einer Rechtskurve über die Front wegrutschte. Bautista holte zwar als Zwölfter noch WM-Punkte, spielte aber für den Ausgang an der Spitze keine Rolle mehr. Profiteur des Bautista-Pechs, übrigens wie schon in Jerez: Kallio.

Kallio wieder einmal der Profiteur

Der Finne führte von jenem Zeitpunkt an bis in die 21. und letzte Runde, auch wenn zwischendurch von hinten sein Teamkollege Aoyama und vor allem Yuki Takahashi (Honda) Druck machten. Aber Takahashis Feuerwerk verglühte auf den letzten Metern auf tragische Art und Weise, als er - mit Verdacht auf technische Probleme oder zu wenig Benzin - zweimal neben die Strecke musste und nur als Siebenter über die Ziellinie rollte.

Hinter den beiden KTM-Werksfahrern sammelte Mattia Pasini (Aprilia) vom Polaris-World-Team als Dritter weitere 16 Punkte für die WM-Gesamtwertung, in der mit 21 Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Kallio weiter an zweiter Stelle liegt. Pasini fuhr ein unauffälliges, aber fehlerfreies Rennen - bei feuchten Bedingungen wie heute, als es anfangs nass war und dann langsam abtrocknete, das einzig richtige Erfolgsrezept.

Erster Punkt für Stappert-Schützling

Marco Simoncelli (Gilera) belegte etwa fünf Sekunden hinter einem Podestplatz Rang vier, gefolgt von Alex Debon, Hector Barbera (beide Aprilia), Takahashi und Überraschungsmann Ratthapark Wilairot auf der Thai-Honda. Dieter Stapperts indonesischer Schützling Doni Tata Pradita (Yamaha) nutzte ebenfalls die Gunst der Stunde und sammelte trotz eines Rückstands von mehr als anderthalb Minuten seinen ersten WM-Punkt.

Der einzige deutschsprachige Vertreter im Feld, Tom Lüthi, erlebte einen Sonntag zum Vergessen: Erst rutschte er mit seiner Emmi-Caffè-Latte-Aprilia am Start aus der zweiten Reihe ganz nach hinten, weil er nicht richtig wegkam, dann war es nach einer leichten Berührung mit Debon endgültig vorbei. Das ist besonders bitter, weil der Schweizer sehr gute Rundenzeiten fahren konnte und wahrscheinlich noch in die Top 10 gekommen wäre.


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